Qualitätssicherung & Labor

– Wärmebehandlung geprüft und dokumentiert

Die Qualität einer Wärmebehandlung zeigt sich im Ergebnis. Härtewerte, Härteverläufe und Gefüge müssen zu den Anforderungen Ihres Bauteils passen. Deshalb gehören klare Prüfanforderungen und nachvollziehbare Ergebnisse zur technischen Auftragsklärung.

Weber & Wallner verfügt über ein eigenes Labor mit Härteprüfern nach Rockwell, Vickers und Brinell, einem Kleinlasthärteprüfgerät und einem Mikroskop. Die Ergebnisse der Wärmebehandlung können durch Zeugnisse dokumentiert werden.

Unser Labor auf einen Blick

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gängige Härteprüfverfahren: Rockwell, Vickers und Brinell
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Tiefenbestimmungen: CHD und NHD
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eigenes Labor für die Ergebniskontrolle
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Qualitäts-Management-System nach ISO 9001:2015

Härteprüfung: Rockwell (HRC), Vickers (HV) und Brinell (HBW), ergänzt durch Kleinlasthärteprüfung nach Vickers und Innenhärteprüfung nach Rockwell.

Härteverlauf: Bestimmung der Einsatzhärtetiefe (CHD) und Nitrierhärtetiefe (NHD). Prüfposition, Sollwerte und benötigte Proben werden vorab abgestimmt.

Gefüge und Dokumentation: Mikro- und makroskopische Untersuchungen sowie Zeugnisse über die Wärmebehandlung. Unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Das aktuelle Zertifikat finden Sie unter Downloads.

Drei Schwerpunkte unserer Werkstoffprüfung

Ein einzelner Härtewert beantwortet nicht jede Qualitätsfrage. Je nach Wärmebehandlung und Bauteilfunktion werden Oberflächenhärte, Härteverlauf oder Gefügezustand untersucht.

1. Härteprüfung

Rockwell, Vickers und Brinell erfassen die Härte mit unterschiedlichen Prüfverfahren. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von Werkstoff, Bauteilgeometrie und Prüfanforderung ab.

Für kleine Prüfzonen steht die Kleinlasthärteprüfung nach Vickers zur Verfügung.

2. CHD- und NHD-Bestimmung

Härteverlaufsmessungen zeigen, wie sich die Härte von der Oberfläche in Richtung Kern verändert. Daraus lassen sich die Einsatzhärtetiefe (CHD) oder die Nitrierhärtetiefe (NHD) bestimmen. Sollwerte, Prüfort und Bewertungsgrundlage müssen zur jeweiligen Behandlung passen.

3. Mikro- und Makroskopie

Die Untersuchung von Proben ergänzt die Härteprüfung um Informationen zum Werkstoffzustand. Mikroskopische und makroskopische Befunde werden anhand der vereinbarten Fragestellung beurteilt. Probenentnahme und Untersuchungsumfang stimmen wir mit Ihnen ab.

Was bringt Ihnen unsere Qualitätssicherung?

Prüfung passend zur Wärmebehandlung

Prüfanforderungen ergeben sich aus Werkstoff, Wärmebehandlung und Bauteilfunktion. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Ergebnisse im Mittelpunkt stehen können. Weitere Informationen finden Sie unter Werkstoffe.

Gehärtete und vergütete Bauteile

Definierte Härte

HRC, HV oder HBW

Vereinbaren Sie Härtebereich, Prüfverfahren und Prüfort. Oberflächenzustand, Querschnitt und Zugänglichkeit der Prüfzone müssen berücksichtigt werden.

Härtevorgaben eindeutig festlegen

Einsatzgehärtete Bauteile

Randhärte und Härteverlauf

Einsatzhärtetiefe CHD

Die Randhärte und die Einsatzhärtetiefe beschreiben unterschiedliche Eigenschaften. Für die CHD-Bestimmung werden Prüfposition, Probe und Sollbereich vorab abgestimmt.

Randhärte und CHD abstimmen

Nitrierte Bauteile

Härte der Randschicht

Nitrierhärtetiefe NHD

Die NHD-Bestimmung beurteilt den Härteverlauf in der nitrierten Randzone. Gefügefragen können zusätzlich eine mikroskopische Untersuchung erfordern.

Prüfumfang bauteilbezogen vereinbaren

Prüfung und Dokumentation vorab festlegen

Prüfort und Proben

Aussagekräftige Ergebnisse planen

Kennzeichnen Sie die relevanten Prüfzonen in der Zeichnung. Für Härteverläufe und Gefügeuntersuchungen kann ein Schliff und damit eine zerstörende Probenentnahme erforderlich sein. Ob ein Bauteil oder eine geeignete Begleitprobe verwendet wird, ist vorab zu vereinbaren.

Zeugnisse und Sollwerte

Dokumentation auf Ihre Anforderungen abstimmen

Nennen Sie die benötigten Prüfwerte und die gewünschte Dokumentation bereits in Ihrer Anfrage. Zeugnisart, Prüfverfahren, Prüfposition und Zuordnung zum Auftrag werden abgestimmt. So wird festgelegt, welche Ergebnisse für Ihre weitere Fertigung benötigt werden.

Sie haben besondere Prüfanforderungen? Zeichnung und Prüfplan anfragen →

Typische Fragen bei der Qualitätssicherung

Messwerte sind nur dann aussagekräftig, wenn Verfahren, Prüfort und Bewertungsgrundlage passen. Diese Punkte sollten bereits vor der Wärmebehandlung geklärt sein.

Prüfanforderungen für typische Anwendungen

Härtewert, Härteverlauf oder Gefüge klären?

Senden Sie uns Zeichnung, Werkstoff, Behandlungszustand und Sollwerte. Wir stimmen Prüfmethode, Proben und Dokumentation mit Ihnen ab.

Welche Prüfung beantwortet welche Frage?

PrüfungFragestellungVorab festlegen
HRC / HV / HBWWird die geforderte Härte erreicht?Verfahren, Sollbereich, Prüfort
CHDWelche Einsatzhärtetiefe liegt vor?Sollbereich, Prüfposition, Probe
NHDWelche Nitrierhärtetiefe liegt vor?Sollbereich, Prüfposition, Probe
Mikro- / MakroskopieWie ist der untersuchte Werkstoffzustand?Fragestellung, Probe, Bewertung

Prüfverfahren und Dokumentation werden an den Anforderungen Ihres Bauteils ausgerichtet.

Fragen und Antworten zu Qualitätssicherung und Labor

Im eigenen Labor stehen Härteprüfungen nach Rockwell (HRC), Vickers (HV) und Brinell (HBW), Kleinlasthärteprüfung nach Vickers und Innenhärteprüfung nach Rockwell zur Verfügung. Hinzu kommen CHD-/NHD-Bestimmung sowie Mikro- und Makroskopie.

HRC, HV und HBW beruhen auf unterschiedlichen Prüfverfahren. Eine eindeutige Vorgabe nennt Verfahren, Sollbereich und Prüfort. Die geeignete Methode hängt auch von Werkstoff, Geometrie und Oberflächenzustand ab.

CHD beschreibt die wirksame Tiefe der einsatzgehärteten Randschicht anhand eines Härteverlaufs und einer festgelegten Grenzhärte. Sie ergänzt die Angabe der Oberflächenhärte. Sollbereich und Prüfposition müssen vorab definiert sein.

NHD wird anhand des Härteverlaufs in der nitrierten Randzone bestimmt. Sie ist von anderen Schichtkennwerten, etwa der Dicke der Verbindungsschicht, zu unterscheiden. Welche Kennwerte benötigt werden, ergibt sich aus Ihrer Prüfanforderung.

Die Oberflächenhärte allein beschreibt nicht den Härteverlauf in die Tiefe. Je nach Bauteilfunktion können zusätzlich CHD, NHD oder Gefügeuntersuchungen erforderlich sein.

Die Kleinlasthärteprüfung nach Vickers ermöglicht Messungen mit kleinen Prüfeindrücken, beispielsweise in begrenzten Prüfzonen oder bei Härteverläufen. Prüflast und Probenvorbereitung werden zur Fragestellung passend gewählt.

Härteprüfungen hinterlassen einen Prüfeindruck. Härteverläufe und Gefügeuntersuchungen können das Trennen und Präparieren einer Probe erfordern. Der Eingriff in das Bauteil und die benötigten Proben sind deshalb vorab abzustimmen.

Ob eine Begleitprobe die benötigte Aussage liefert, hängt von Werkstoff, Geometrie, Behandlung und Prüfvorgabe ab. Eine beliebige Probe ersetzt die Prüfung am Bauteil nicht automatisch. Die Eignung wird vorab abgestimmt.

Sie ergänzen Härtemessungen durch die Untersuchung des Werkstoff- oder Probenzustands. Untersuchungsumfang, Probenpräparation und Bewertung richten sich nach der vereinbarten Qualitätsfrage.

Durch die Kontrolle im eigenen Labor können Zeugnisse über die Wärmebehandlung ausgestellt werden. Geben Sie die benötigte Zeugnisart und den gewünschten Prüfumfang bereits in Ihrer Anfrage an.

Das Qualitätsmanagement von Weber & Wallner ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Das aktuelle Zertifikat steht im Bereich Downloads zur Verfügung.

Bitte senden Sie Zeichnung, Werkstoff, Wärmebehandlung beziehungsweise Ausgangszustand, Sollwerte, Prüfverfahren und Prüforte. Ergänzen Sie Stückzahl, Probenvorgaben, benötigte Zeugnisse und Ihren Terminwunsch.

Ja. Prüfzonen, Sollwerte, Probenentnahme und Dokumentation beeinflussen den Ablauf. Eine frühzeitige Abstimmung hilft, den erforderlichen Prüfumfang in die Wärmebehandlung einzuplanen.

Innenhärteprüfung nach Rockwell gehört zu den auf der bestehenden Leistungsseite genannten Möglichkeiten. Ob die konkrete Prüfzone zugänglich und geeignet ist, muss anhand der Bauteilgeometrie geklärt werden.

Härtewerte und mikroskopische Befunde können zur Klärung einer Werkstofffrage beitragen. Ob die vorhandenen Prüfmethoden Ihre Fragestellung beantworten, ist vorab technisch abzustimmen. Eine umfassende Schadensanalyse wird dadurch nicht pauschal zugesagt.

Vergleichen Sie Werte nur unter Berücksichtigung von Prüfverfahren, Prüfort, Prüflast und Werkstoffzustand. Teilen Sie vorhandene Befunde mit, damit Unterschiede fachlich eingeordnet werden können.

Prüfanforderungen sicher abstimmen?

Senden Sie uns Ihre Zeichnung mit Werkstoff, Wärmebehandlung und geforderten Prüfwerten. Ergänzen Sie Prüforte, Stückzahl und benötigte Zeugnisse. Gemeinsam klären wir den passenden Prüf- und Dokumentationsumfang.

Zeichnung · Werkstoff · Sollwerte · Prüforte · Zeugnisse